Biotin gegen Haarausfall

Letzte Aktualisierung am 17.09.2020 um 09:22 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Das einzelne Haar ist unscheinbar und doch stellt es ein wichtiges Körpermerkmal des Menschen dar. Doch können die Haare noch viel mehr. Das menschliche Haar ist das Spiegelbild des Gesundheitszustands. Gerade Mangelerscheinungen zeigen sich häufig durch problembehaftete Haare. Brüchige Spitzen, Spliss aber auch glanzloses Haar und Haarausfall sind Hinweise auf eine fehlerhafte oder einseitige Ernährung. Auch Medikamente oder gar Drogen greifen in den Stoffwechsel des Körpers ein und führen nach einiger Zeit zu Mangelerscheinungen. Um den Zusammenhang zwischen Mangelerscheinungen und dem Haarausfall zu verstehen, muss zuerst die Bildung neuer Haare betrachtet werden.

Das Haar als Spiegelbild

Damit die Haare gesund nachwachsen können, benötigen die Haarwurzeln eine Vielzahl an Spurenelementen, Vitaminen und Nährstoffen. Die Nährstoffe werden über das Blut zur Haarwurzel geleitet, in der sich schließlich neue Haarzellen bilden. Auch für den Erhalt eines gesunden Haares sind Nährstoffe eine grundlegende Voraussetzung. Wer sich mit dem Aufbau der Haarwurzel und der Haare beschäftigt, wird wissen, dass beispielsweise auch Drogenkonsum über die Haare nachweisbar ist. Die Drogeneinnahme ist noch Monate nach der letzten Einnahme durch spezielle Analyseverfahren in den Haaren nachweisbar. Wer sich dieses Beispiel verdeutlicht, kann erahnen, dass auch Mangelerscheinungen über Monate hinweg belastend auf das Haar einwirken. Mit einer kurzen Einnahme eines Präparates ist es daher selten getan.

 

Die Wirkung von Biotin auf die Haarstruktur

Biotin selbst ist ein Vitamin, welches dem Haar Glanz und Struktur verleiht. Das Vitamin ist als Vitamin H oder Vitamin B7 bekannt. Im allgemeinen Jargon wird Biotin gerne als Schönheitsvitamin bezeichnet, da es ebenfalls das Hautbild verbessert und das Nagelwachstum unterstützt. Haarausfall ist jedoch höchst selten allein auf einen Mangel an Biotin zurückzuführen. Mit der täglichen Ernährung nehmen Erwachsene im Regelfall die benötigte Biotinmenge auf. Ein Mangel an Biotin bedeutet, dass eine grundlegende Ernährungsumstellung notwendig ist, da weitere Mangelerscheinungen höchst wahrscheinlich sind. Übersichtlich zusammengefasst können folgende Symptome auf einen vorliegenden Biotinmangel hinweisen. Die Symptome müssen nicht gemeinsam auftreten; einige Überschneidungen werden allerdings häufig beobachtet.

  • Extreme Mattigkeit
  • Übermüdung
  • Muskelschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Negativ veränderte Cholesterinwerte
  • Herzfunktionsstörungen
  • Blasse Hautfarbe
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Depressionen
  • Brüchige Nägel
  • Haarausfall
  • Brüchiges/sprödes/glanzloses Haar
  • Hautstörungen

Um einen Biotinmangel abzuklären, ist ein Blutbild erforderlich. Dieses gibt gleichzeitig Auskunft über weitere Mangelerscheinungen, die in vielen Fällen gleichzeitig mit einem Biotinmangel auftreten.

Biotinaufnahme im täglichen Leben

Im üblichen Umfang wird ausreichend Biotin über die tägliche Ernährung aufgenommen. Gerade die folgenden Lebensmittel enthalten große Mengen des Vitamins:

  • Eigelb
  • Milch
  • Innereien (speziell Nieren und Leber)
  • Getreide (Naturreis, Haferflocken, Vollkornbrot)
  • Sojabohnen
  • Weizenkeime
  • Hefe
  • Erdnüsse
  • Champignons

Durch das natürliche Vorkommen in den unterschiedlichsten Lebensmitteln können auch Vegetarier und Veganer die benötigte Tagesmenge problemlos aufnehmen. Ein gesunder Erwachsener sollte täglich zwischen 30 und 60 Mikrogramm Biotin zu sich nehmen.

Biotin als Hilfsmittel gegen Haarausfall

Bei vorliegendem Haarausfall kann Biotin unterstützend eingenommen werden. Dies gilt insbesondere bei abgesicherten Mangelerscheinungen, die durch Diäten oder Essstörungen hervorgerufen wurden. Doch auch bei genetischem, hormonell bedingtem oder kreisrundem Haarausfall kann Biotin unterstützend eingesetzt werden. In diesem Fall wird die tägliche Dosis auf 60 bis 90 Mikrogramm Biotin erhöht.

Die Aufnahme von Biotin kann mithilfe von Biotinpräparaten erhöht werden. Im Drogeriemarkt und in Apotheken werden diverse biotinhaltige Produkte angeboten. Besonders wertvoll ist es, wenn die Produkte neben Biotin auch Zink und Folsäure enthalten.

Diverse Studien über einen Behandlungserfolg mit Biotin gegen Haarausfall konnten noch keine klärenden Ergebnisse liefern, inwieweit Biotin den Haarausfall stoppt. Sicher ist, dass durch Biotin Kreatin gebildet wird. Durch die Gabe von hochdosierten Biotinpräparaten konnte das Haarwachstum gesteigert beziehungsweise die Bildung neuer Haare erzielt werden. Allerdings ist ebenfalls zu bemerken, dass die Haarproduktion gestoppt wird, sobald die Biotinpräparate wieder abgesetzt wurden.

Da das Haar relativ langsam auf Ernährungsumstellungen reagiert, muss Biotin über einen langen Zeitraum eingenommen werden. Ja nach Haarwachstum werden erste Erfolge erst nach zwei Monaten sichtbar.

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1 Kommentar

  1. Hallo zusammen: Auch ich habe unter Haarausfall gelitten, meine Haare wurde am Oberkopf bis vor zur Stirn immer lichter. Ich dachte schon ich müsste mir ein Haarteil oder ähnliches anschaffen. Durch meine Frauenärztin wurde ich auf Biotin gebracht. Sie empfahl mir täglich 1 Bio-H-Tin und 2 Tabletten Unizink 50 , täglich über einen längeren Zeitraum. Gesagt, getan. Nun nach ungefähr 3 Monaten wachsen meine Haare wieder fleißig nach. Ich kann das nur allen empfehlen auszuprobieren. LG. Inge

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