Haarausfall durch Glätteisen

Haare, die in sämtlichen Richtungen abstehen, die Frisur wird von ungewollten Locken verunstaltet und im Fernsehprogramm sehen wir ständig Menschen, die mit einer glatten und glänzenden Haarpracht gesegnet sind. Um diesem Bild zu gleichen, verfügen immer mehr Frauen über ein Glätteisen. Das Glätteisen ist ein elektrisches Gerät, welches Hitze entwickelt. Je nach Einstellung können Glätteisen bis zu 300 Grad Celsius heiß werden. Die Frage ist jedoch, ob und welchen Schaden ein Glätteisen anrichtet.

Kann Haarausfall allein durch die Verwendung des Glätteisens entstehen?

Schäden durch Glätteisen

Viele Personen, die beinahe täglich ihre Haare glätten, klagen über scheinbaren Haarausfall. Dabei liegt in vielen Fällen gar kein Haarausfall vor. Das Glätteisen wird auf die Haarlängen angesetzt und glättet dort durch die Hitzeentwicklung verbunden mit dem Druck der Heizbacken die Haarstruktur. Hierbei können, sofern das Eisen zu heiß eingestellt ist, die Haare verbrennen. In der Folge brechen die Haare ab. Je nach Haarlänge und der Verwendung des Glätteisens kann der Haarbruch in direkter Nähe zur Kopfhaut erfolgen. Sehen Frauen dann, dass beim Waschen lange Haare im Abfluss liegen, schließen sie automatisch auf Haarausfall. Durch das vermehrte Abbrechen der Haare wirkt die Haarpracht dünner, sodass der Glaube, dass das Glätteisen Haarausfall verursacht, sehr verständlich ist.

Nebeneffekte vom Glätteisen

Das Glätteisen trocknet durch die Hitzeentwicklung das Haar komplett aus. Natürlich geschieht nichts, wenn die Haarpracht nur selten geglättet und sonst ausreichend gepflegt wird. Wer jedoch täglich glatte Haare wünscht und aus Zeitgründen zum Glätteisen greift, sollte folgende Tipps beachten.

  • Das Glätteisen sollte niemals auf bereits gestylten und mit Stylingprodukten behandelten Haaren genutzt werden. Viele Hersteller geben bereits in der Gebrauchsanleitung an, dass das Eisen nicht auf nassem Haar genutzt werden sollte. Durch die Verdampfung der Feuchtigkeit wirkt sich die Hitze noch nachteiliger aus und verbrennt die Haarstruktur. Stylingprodukte wie Schaum oder Gel brennen sich in die Haaroberfläche ein und schädigen diese nachhaltig.
  • Vor der Glättung werden die Haare gewaschen und mit einem Conditioner behandelt. Der Conditioner verbleibt in den Haaren und wirkt während des Trocknens.
  • Die Wahl des Gerätes ist maßgeblich. Das Gerät sollte der jeweiligen Haarlänge angepasst sein. Kurze Haare können mit einem relativ schmalen Glätteisen behandelt werden. Lange Haare werden mit breiten Eisen geglättet. So müssen einzelne Strähnen nicht mehrfach geglättet werden.
  • Nur dünne Strähnen sollten mit einem Mal geglättet werden. Hierbei gilt, dass die Heizplatten nicht zu heiß eingestellt sind. 130 Grad genügen meist vollkommen aus, um eine glatte Haarmähne zu erhalten.

Pflege ist das A und O

Wenn die Haare durch die fehlerhafte Verwendung des Glätteisens geschädigt sind, können sie dauerhaft nicht mehr erhalten werden. Die einzelnen, verbrannten und vertrockneten Haare brechen innerhalb kürzester Zeit ab. Daher sollte die Haarpflege bereits vor dem Glätten beginnen. Haarkuren, Spülungen und gute Shampoos ohne Silikone helfen dem Haar, die Behandlung relativ unbeschadet zu überstehen.

Glätten ohne Eisen?

Wer den Haarausfall, beziehungsweise den Haarbruch durch ein Glätteisen vollständig verhindern möchte, sollte zu gesünderen Methoden greifen. Wer die noch nassen Haare beispielsweise zu einem Zopf bindet und die Trocknung so durchführt, erhält am Oberkopf glatte und glänzende Haare. Gegen das Abstehen einzelner Haare, dem Frizz-Effekt, hilft ein wenig Babyöl. Das Babyöl wird in den Händen verteilt und leicht auf die Haare aufgetragen. Auch die Trocknung unter einem Kopftuch führt zu glatten Haaren.

Glätteisen – ja oder nein?

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, ob er die Risiken des Haarbruchs durch das Glätteisen auf sich nimmt. Wer sehr lange Haare hat, sollte möglichst auf den Einsatz des Eisens verzichten. Kurze Haare wachsen notfalls zügiger nach und lassen sich in der Übergangsphase einfacher frisieren.
Hier gibt es eine kleine Auswahl an Glätteisen:
Dennoch sollte das Glätteisen nur selten angewandt werden. Bei der gleichzeitigen Nutzung von Haarkuren und Spülungen und der Beachtung der genannten Regeln dürfte das Haar nicht zu großen Schaden nehmen.

Wer jedoch bereits vorgeschädigtes Haar hat, sollte ganz auf das Glätten verzichten. Gerade häufig blondierte und gefärbte Haare sind spröde und weisen Spliss auf. Hier die Haarstruktur auch noch durch ein Glätteisen zu schädigen, ist besonders nachteilig.

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