Haarausfall nach Operationen

Letzte Aktualisierung am 18.12.2018 um 11:37 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Haarausfall nach Operationen

Die Foren und Blogs sind voll von Erfahrungsberichten, in denen Patienten von Haarausfall nach einer Operation berichten. Natürlich stellen sich viele Menschen die Frage, ob der Haarausfall mit der OP zusammenhängen kann. Die Frage ließe sich kurz mit einem „Ja“ beantworten.

Wirkung der Narkose auf den Organismus

Natürlich hängt die OP nicht direkt mit dem Haarausfall zusammen. Der Haarausfall ist mehr oder weniger ein Ausdruck der körperlichen Belastung, die der Körper während der Operation erlebte. Der Organismus des Menschen ist in einer Form relativ simpel aufgebaut. Findet eine lebensbedrohliche Verletzung statt oder befindet sich ein Mensch in einer bedrohlichen Lage, speist der Körper zuerst die Organe mit Blut und Sauerstoff, die zum Überleben notwendig sind. Dieses Phänomen hat nahezu jeder schon einmal im Winter erlebt. Kühlt der Körper aus, werden zuerst die Gliedmaßen sowie das Gesicht kalt. Dies liegt daran, dass der Körper versucht, die im Bauch- und Brustraum befindlichen Organe auf einer gesunden Temperatur zu halten. Auch das Gehirn wird weiterhin mit Sauerstoff versorgt. Für das Überleben unwichtige Körperregionen kommen zu diesen Zeiten zu kurz.

Genau dasselbe Phänomen spielt sich auch während der Narkose ab. Hier spielen zudem Medikamente und eventuell angelegte Blutsperren mit hinzu. Bislang ist noch nicht ausreichend geklärt, inwieweit sich die Narkose auch auf die Haarwurzel auswirkt. Es ist aber zu vermuten, dass das Narkosemittel auch die Wurzel für einige Zeit behindert und somit eine kurzzeitige Nährstoffversorgung der Haare entsteht.

Nebenwirkungen einer Operation

Dass die OP und der Haarausfall in einem engen Zusammenhang stehen, lässt sich auch durch die Haarstruktur erkennen. Wer bedenkt, dass Drogenmissbrauch, Alkoholabhängigkeit und Medikamenteneinnahmen in der Haarstruktur unter dem Mikroskop noch Monate nach dem Vorfall erkennbar sind, kann sich vorstellen, dass auch die Narkose Spuren im Haar an sich hinterlässt. Daher ist es durchaus verständlich, dass viele Patienten nach einer Operation über Haarausfall klagen, der häufig mit zeitlicher Verzögerung eintritt.

Haarausfall – durch Medikamente bedingt?

Die bei einer OP verabreichte Narkose ist nichts anderes, als ein starkes Medikament. Viele Medikamente, selbst einige verschreibungsfreie Produkte, führen in den Nebenwirkungen auf, dass es zu Haarausfall kommen kann. Der menschliche Organismus wird durch die Medikamenteneinnahme grundsätzlich belastet. Die Operation stellt hierbei nochmals eine Steigerung dar. Zudem erhalten Patienten nach einer OP häufig Schmerzmittel und weitere Medikamente, die zwar der Behandlung der gerade akuten Erkrankung dienlich sind, den Körper gleichzeitig aber stark belasten.

Verhinderung von Haarausfall nach einer OP

Der geschwächte Körper kann nach einer Operation unter Umständen entgiftet werden. Viele natürliche Produkte, sei es Brennnesseltee, verschiedene Entgiftungstees oder auch der Verzehr von Sellerie helfen bei genügender Wasserzufuhr, die Giftstoffe aus dem Körper auszuschwemmen. Wichtig ist, auf eine sehr hohe Flüssigkeitszufuhr zu achten, damit die eingelagerten Giftstoffe überhaupt gelöst werden können. Auch die Einnahme von pflanzlichen und natürlichen Heilmitteln wie Kieselerde, Biotin und Vitaminkomplexe können durchaus verhindern, dass der Haarausfall eintritt.

Dauer des Haarausfalls nach einer Operation

Glücklicherweise hält ein vermehrtes Ausfallen der Haare nach einer Operation nicht lange an und die Haargesundheit wird wieder hergestellt. Vermutlich nehmen nur die Haarwurzeln Schaden, die sich in einer bestimmten Wachstumsphase befinden. Der Haarausfall lässt sich wiederum mit natürlichen Präparaten und einer gesunden und ausgewogenen Lebensweise eindämmen.

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5 Kommentare

  1. Hallo!! meine Haaren fallen immer noch aus ,und das fast 4monaten nach mein Herz OP.Was soll ich jetzt machen?? Ich weine jeden tag wenn ich meine Haaren kämme.Mein kamm ist voll jedes mal.Ich hatte immer lange volle Haaren,und jetzt Habe ich bald eine Glatze wenn es so weiter geht. Meine Haaren waren immer mein stolz.

    • Hallo Diane,
      es tut uns Leid, dass Du diese Erfahrungen machen musst. Eine Garantie, dass Dein Haar wird wie vor der OP gibt es leider nicht. Viele Betroffene haben berichtet, dass die Symptome 6-12 Monate nach der Herz OP nachgelassen haben, beziehungsweise der Haarausfall komplett gestoppt wurde.
      Am besten besprichst Du das Problem auch mit Deinem Hausarzt, der kann Dich in dieser Hinsicht am besten Beraten und Dir ein passenden Mittel verschreiben. Wir haben Berichte gefunden, dass bei manchen Betroffenen schon ein Coffeinshampoo oder -tinktur ausreichte in Verbindung mit zinkhaltigen Kapseln, Andere berichten vom Nachlassen des Haarausfalls nach der Einnahme von Eisentabletten. Du solltest in keinem Fall selbst etwas ausprobieren, sondern das Vorgehen mit Deinem Hausarzt absprechen.
      Wir wünschen Dir alles Gute für Dein Haar
      Team von schluss-mit-haarausfall.de

    • Hallo Diane,
      Mir ist das jetzt schon zum zweiten Mal innerhalb 4 Jahren, jedesmal nach einer Schulter o.p passiert!
      Immer habe ich massiven Haarausfall und Haarbruch über ein dreiviertel Jahr bekommen.
      Die Haare sind mir zu 80 % ausgefallen und teilweise am Hinterkopf bis auf ein paar Zentimetern abgebrochen!Leider hat überhaupt nichts geholfen…weder Shampoo, noch teure Tabletten. Wenn ich nicht so dicke Haare gehabt hätte, hätte ich eine Perücke gebraucht 🙁
      Man kann leider nur warten, dass es stoppt, pflegen und wieder wächst. Das dauert dann aber wieder Jahre!

      • Habe im April 2018 eine Kniephorthese (Rechts) unter Vollnarkose erhalten. Am 8. Mai 2018 bin ich gestürzt und habe mir einen 3-fachen Sprunggelenkbruch (Links) zugefügt. Wurde dann 2-mal mit Vollnarkose operiert. Nach 3 Wochen Geatrieaufentalt, 2 Wochen Kurzzeitpflege und 5 Wochen REHA bin ich nun Zuhause. Habe den starken Haarausfall in der Reha bemerkt. Über die ganze Zeit habe erst Heparinspritzen und seid Mai das Blutverdünnendes Medikament XARELTO bis Heute erhalten. Meine Hausärztin führt es nicht auf XARELTO zurück, ich bin noch nicht überzeugt. Was kann ich tun, es ist eine Katastrophe für mich, da ich schon immer feines Haar habe. nehme seid Jahren aber schon täglich PRIORIN-Kapseln. Mein Haar war damit immer konstant geblieben.

  2. Hatte mit 16 Jahren eine Mandel OP und ein paar Monate danach fing der Haarausfall an. Nicht schlimm, aber verliere seitdem deutlich mehr Haare. Die OP ist 6 Jahre her und der Haarsausfall fast unverändert. Meine Mundwinkel sind mit dem Beginn des Haarsaufalls auch extrem eingerissen, nur Kortison konnte helfen. Der Hautarzt wusste nicht weiter (Haarwurzeln wurden untersucht und Blut abgenommen).

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