Haarausfall bei Säuglingen

Haarausfall bei Säuglingen

Noch bei der Geburt bedeckt ein sanfter Flaum die Schädeldecke. In den ersten Lebenswochen vermehren sich die Haare bei Säuglingen und werden kräftiger. Und mit einem Mal geschieht das Unfassbare: Die Haarpracht des Kindes fällt aus, die Haare werden dünner und teilweise bilden sich sogar Glatzen, die sich auf den Hinterkopf beschränken. Auch wenn der Haarverlust die noch frischen Eltern schockiert, können sie aufatmen. Denn Haarausfall bei Säuglingen ist in den meisten Fällen normal.

Veränderte Wachstumsphase nach der Geburt

In den ersten sechs Monaten entwickeln sich Neugeborene stark weiter. Aus dem einstig kleinen Geschöpf werden richtige Kinder. Doch nicht nur der Körperbau ist von der Veränderung betroffen, sondern auch die Haarwurzeln. Bei Kindern wechseln sich zwei Phasen ab. Direkt an die Wachstumsphase schließt eine Ruhephase an, in der die Haare bei Kindern ausfallen. Im Gegensatz zum erwachsenen Menschen fällt der Wechsel zwischen den Phasen stark auf. Beim Erwachsenen befinden sich immer nur einzelne Haarwurzeln in der Ruhephase, während andere Wurzeln den Haarwuchs fördern. Säuglinge verfügen nicht über diesen Vorteil, sodass sich jede Haarwurzel zur Ruhe setzt. Dieses Problem können auch Mütter beobachten, die nach der Kindsgeburt vermehrt unter Haarverlust leiden. Dann die Problematik häufig bei der Mutter und bei dem Kind auftritt, liegt an den veränderten Hormonen. Der Fötus erhält durch die Mutter zahlreiche Hormone, die das Haarwachstum unterstützen. Nach der Geburt zehrt das Baby nicht länger von den Hormonen, während der Körper der Mutter gleichzeitig die Produktion einstellt. Der Haarausfall bei Müttern endet meist genauso plötzlich, wie der Haarverlust bei Babys. Nach einigen Monaten beginnt der noch junge Körper selbstständig mit der Hormonproduktion, wodurch sich die Wachstumsphasen der Haarwurzeln verlängern und die Ruhephasen der Wurzeln einen unterschiedlichen Rhythmus bekommen.

Weitere Ursachen für den Haarausfall bei Säuglingen

Eine ebenso häufig vorkommende Ursache für den Haarausfall bei Babys gibt sich ebenfalls von selbst. Wer selbst schon einmal krankheitsbedingt für mehrere Wochen bettlägerig war, kennt die Problematik. Durch die ständige Reibung am Hinterkopf brechen die Haare ab und es kommt zum Haarausfall. Mit dieser Schwierigkeit haben auch Babys zu kämpfen. Neugeborene können weder aufrecht sitzen, noch ihre Position im Liegen selbstständig verändern. Der Hinterkopf scheuert immer am Kissen, wodurch der Haarausfall bei Säuglingen entsteht. Dieses Symptom beschränkt sich beinahe ausschließlich auf den Hinterkopf und legt sich, sobald das Baby mehr Mobilität erreicht. Dass die ausgefallenen Haare in einer anderen Farbe nachwachsen, ist übrigens auch normal. Die Haarfarbe sowie die Struktur ändert sich beim nächsten Wachstumsschub häufig.

Vorgehensweise beim Haarverlust

In der Regel bleibt jungen Eltern nichts übrig, als abzuwarten. Der Haarausfall bei Säuglingen legt sich ganz von selbst. Eltern können höchstens versuchen, die Liegeposition des Kindes häufiger zu verändern.

Haarausfall ab dem sechsten Lebensmonat

Der Haarausfall bis ungefähr zum sechsten Lebensmonat ist also ein vollkommen natürlicher Vorgang. Sollte die Problematik jedoch bestehen bleiben oder tritt ein vermehrter Haarverlust bei Babys erst ab dem sechsten Monat ein, sollten Eltern aufmerken. Vielfach spielt eine falsche Ernährung eine Rolle. Um medizinische Gründe auszuschließen, empfiehlt sich ein Arztbesuch, bei dem das Kind sowie die Mutter gründlich untersucht werden. Bei noch stillenden Müttern gibt ein Blutbild Aufschluss über eine eventuell unausgewogene Ernährung. Da das Kind ausschließlich über die Muttermilch Vitamine und Mineralstoffe erhält, könnte hier der Haarausfall bei Säuglingen verborgen liegen.

Grundsätzlich können Eltern jedoch aufatmen. In den meisten Fällen liegen rein mechanische Gründe für den Haarausfall vor, sodass ein Krankheitsbild ausgeschlossen werden kann. Bei anhaltendem Haarverlust schadet der Arztbesuch, der bei Neugeborenen ohnehin regelmäßig erfolgen soll, nicht. Letztendlich dürfen sich Eltern während der ersten sechs Monate mit ihrem Nachwuchs eher über die entfallende Haarwäsche freuen, die kaum ein Baby gerne über sich ergehen lässt.

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