Hormonbedingter Haarausfall – gerade bei Frauen ein Thema

Der hormonbedingte Haarausfall stellt gerade Frauen auf eine harte Probe. Während Männer eher selten mit dünner werdenden Haaren aufgrund eines geänderten Hormonhaushalts zu kämpfen haben, stellt sich der weibliche Körper während des Lebens häufiger um. Die Pubertät, Verhütung durch Hormone sowie Schwangerschaften belasten den Körper massiv. In der Folge werden die Haare dünner, die Wachstumsphasen der Haare ändern sich und das Haupthaar wird merklich dünner. Dennoch können Frauen zumindest in einer Beziehung aufatmen: Der hormonell bedingte Haarausfall ist oftmals zeitlich begrenzt und endet in vielen Fällen nach einer gewissen Zeitdauer.

Der Hormonhaushalt einer Frau wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. In der Pubertät tritt meist die erste Hormonverschiebung auf. Diese muss nicht in Haarausfall enden, äußert sich dennoch gerne in Haarproblemen. Wie viele Frauen klagen seit der Pubertät über schnell fettendes Haar? Auch diese Problematik lässt sich auf ein verändertes Hormonbild zurückführen. Doch noch weitere Faktoren spiegeln sich indirekt im Haarbild wider und sind mehr oder weniger natürlichen Ursprungs.

Haarausfall durch die Pille und Schwangerschaft

Wer mit der Antibaby-Pille verhütet, greift automatisch in den natürlichen Hormonhaushalt des Körpers ein. Eine Nebenwirkung der Pille kann sich als Haarausfall zeigen. In der Pille sind Hormone enthalten, die dem Körper eine Schwangerschaft vortäuschen. Solange der Östrogenspiegel durch die Pille aufrecht gehalten wird, wachsen die Haare schneller nach und das Haarbild wird kräftiger und voller. Wenn jedoch die Pille abgesetzt wird, sinkt der Östrogenspiegel nachhaltig ab. Auch ein Wechsel auf ein anderes Präparat lässt den Östrogenspiegel sinken. Dieses Prinzip gilt auch für die Zeit nach einer Schwangerschaft. Während sich der Körper auf den veränderten Hormonhaushalt konzentriert, tritt in vielen Fällen starker Haarausfall auf. Bei allgemein dickem Haar lässt sich der Haarverlust eher verkraften, als bei ohnehin dünnem Haar. Sobald sich der Körper an die veränderten Hormone gewöhnt hat, lässt der Haarausfall vollständig nach. In der Zwischenzeit gilt es, die Haare besonders zu verwöhnen. Vitamin B-Präparate und eine gesunde Ernährung helfen dem Körper, gesunde Haarwurzeln zu erhalten und führen in der Folge zu einem ausreichenden Haarwachstum.

Die Wechseljahre als Gefahr für die Haarpracht

Wer kennt ältere Frauen, die eine lange und volle Haarpracht tragen? Die Antwort ist wahrscheinlich schnell gegeben. Selbst Frauen, die über viele Jahre Langhaarfrisuren tragen konnten und um ihr Kopfhaar beneidet, wurden, tragen nach den Wechseljahren oftmals eine Kurzhaarfrisur. Wieso? Gerade in den Wechseljahren spielt der Hormonhaushalt der Frau nahezu verrückt. Der komplette Körper muss sich auf eine geänderte Situation einstellen. Hierunter leiden gerade die Haare, sodass es zu vermehrtem Haarausfall kommt. Die Erklärung für diesen Prozess liegt in der Umstellung, beziehungsweise der Einstellung des weiblichen Zyklus. Während der Wechseljahre vermindern die Eierstöcke ihre Leistung, bis sie schließlich keinerlei Funktion mehr ausüben. Durch die rückläufige Hormonproduktion vermindert sich das Östrogen im Körper. Häufiges Schwitzen, Schwindel und diffuser Haarausfall sind nur einige Probleme, die während der Wechseljahre auftreten. Der Haarausfall äußert sich meist in einer allgemeinen Ausdünnung des Haupthaars. Die einzelnen Haare werden feiner, der Nachwuchs ist geringer und die Haare wachsen langsamer. Zudem treten auch Mangelerscheinungen während der Wechseljahre in den Vordergrund. Daher ist es ungemein wichtig, dem hormonell bedingten Haarausfall mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung entgegenzuwirken.

Weitere hormonelle Gründe für den Haarausfall

In seltenen Fällen leiden Frauen unter Haarausfall, wenn der Körper zu viele männliche Hormone produziert. Betroffene Frauen leiden meist unter Akne, haben eine stärkere Körperbehaarung und klagen über eine anzunehmende Unfruchtbarkeit. In diesem Fall kann es hilfreich sein, den Hormonspiegel mithilfe von Medikamenten umzustellen.

Auch eine Entfernung der Gebärmutter sowie der Eierstöcke kann bei der Frau zu Haarausfall führen. Da sich gerade nach Operationen ohnehin zahlreiche Nachwirkungen feststellen lassen, wird unter anderem auch dem Haarausfall mit Medikamenten vorgebeugt.

Haarausfall bei Männern

Auch Männer können unter einer Form des hormonbedingten Haarausfalls leiden. In diesem Fall besteht eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln im vorderen Kopfbereich. Die Haarwurzeln werden von Hormonen angegriffen, sodass das Haarwachstum nahezu vollständig gestoppt wird. Während im vorderen Bereich, gerade in der Schläfen- und Stirnregion, die Haare ausfallen, ist am Hinterkopf keine Problematik erkennbar. Um diesen Haarausfall zu stoppen, können Männer einer Hormontherapie unterzogen werden. Diese zeigt jedoch meist nur geringen Erfolg. Eine Transplantation von Haarwurzeln des Hinterkopfes auf die betroffenen Stellen ist eine Lösung, die beinahe immer von Erfolg gekrönt ist.

 

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