Perücken

Haarersatz Perücken

Die Geschichte der Perücke

Perücken gibt es bereits seit dem alten Ägypten, also bereits um 2800 v. Chr. Über die Kultur des alten Ägyptens gelangte diese Mode auch nach Griechenland und später sogar ins römische Reich. Die erste Innung für Perückenmacher gab es in Europa (Paris) im Jahre 1656. Als König Ludwig XIV um das Jahr 1670 wegen seinem lichten Jahr zur Perücke gegriffen hatte wurden diese zu einem wichtigen Standessymbol und Attribut der höfischen Kleidung in Europa. Nur Männer trugen in dieser Zeit eine Allongeperücke.

Eine Allongeperücke geht über die Schulter bis etwa zur Brust. Nach dem Jahr 1700 kam der Trend der weiß oder grau gepuderten Perücken (mit Mehl) mit meist waagrecht angeordneten Locken auf. Diese wurden vorwiegend aus Pferde- oder Ziegenhaar hergestellt. Das Pudern der künstlichen Haare war den unteren Schichten verboten und sogar mit einer Steuer belegt. Später ab dem 18. Jahrhundert wurden sie nur noch von Richtern und dem Hochadel getragen. Die älteste Perücke der Welt ist ca. 5000 Jahre alt – eine Wollperücke – kann im Museum in Kairo bewundert werden. In den 1960er Jahren kamen Perücken nochmals etwas in Mode, jedoch ist der Perückentrend nie mehr so in Mode gekommen wie zu Zeiten des König Ludwigs XIV. Heute werden Perücken meist nur noch aus  medizinischen Gründen getragen. Weitere Verwendung finden Perücken heute beim Karneval oder bei Cosplays, sowie wenn Frauen ihrer eigenen Haarpracht mit Perücken etwas Volumen geben möchten.

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Herstellung von Perücken

Hochwertige Perücken werden in der Regel von Perückenmachern hergestellt und unterscheiden sich in ihrer Art sowohl nach Kunsthaar oder Echthaarperücken, aber auch nach der Art der Herstellung. Der Beruf des Perückenmachers ist bis dato keine staatlich anerkannte Ausbildung. Perückenmacher sind in der Regel jedoch im Friseurhandwerk oder in der Maskenbildnerei ausgebildet. Annähernd 200.000 Haare sind für eine Perücke notwendig.

Das Material

Besonders hochwertige und damit (leider) auch hochpreisige Perücken werden aus Echthaar gefertigt. Eine günstigere Alternative stellen die Perücken aus Synthetikfasern dar. Vielleicht ist für Sie das sogenannte Prime Hair die bessere Alternative, werden hier doch die Vorteile von Echt- und Synthetikhaar kombiniert. Auf Perücke.de finden Sie ausführliche Informationen zu den Vor- und Nachteilen der genannten Materialien.

Handgeknüpfte Perücken

Bei dieser Fertigungsart werden die Haare auf feines Tüll geknüpft und lassen sich so vom eigentlichen natürlichen Haarwuchs kaum unterscheiden. Das Tragegefühl einer handgeknüpften Perücke ist sehr leicht, luftig und komfortabel. Jedoch haben diese Perücken auch ihren Preis.

Tressenperücken

Bei der Herstellung einer Tressenperücke handelt es sich um die einfachste und günstigste Herstellungsart einer Perücke. Bei den meisten Standardperücken handelt es sich deshalb auch um Tressenperücken. Die Haare – oftmals Kunsthaare – werden maschinell auf Bänder genäht. Insgesamt haben die Haare bei dieser Art sehr viel Stand und Volumen und sind recht einfach zu frisieren. Bei empfindlicher Kopfhaut kann es zu Juckreiz kommen.

Monofilament

Die Monofilament-Perücke ist in der Regel bei weitem teurer als die Tressenperücke, da sie in Handarbeit hergestellt wird und als Luxusklasse unter den Perücken bezeichnet wird. Die Haare werden Haar für Haar in einen kopfhautähnlichen Einsatz, der kaum von echter Kopfhaut zu unterscheiden ist, eingearbeitet. Die Konturen sind deshalb wesentlich flacher, feiner und vor allem dünner weshalb der Übergang zwischen Haaransatz und Perücke sehr authentisch wirkt und kaum zu erkennen ist. Ein sehr hoher Tragekomfort und absolute Natürlichkeit der Haare ist bei dieser Art selbstverständlich. Als Alternative – wem der Preis dieser Monofilament-Perücke zu hoch ist – kann auf Teil-Monofilament-Perücken zurückgreifen. Hier besteht der vordere Teil aus Monofilament der hintere, vorwiegend im Bereich des Wirbels oder Scheitels aus Tresse. Von den Anschaffungskosten für eine Teil-Monofilament-Perücke liegt man hier zwischen einer Tressenperücke und Monofilament.

Perückenpflege

Perücken insbesondere Echthaarperücken bedürfen einer besonderen Pflege. Perücken aus Kunsthaar sind in der Regel etwas pflegeleichter. Aus Erfahrungswerten wird eine wöchentliche Wäsche von Echthaarperücken empfohlen. Die Reinigung übernimmt entweder Zweithaarspezialisten, aber mit etwas Erfahrung kann die Perücke auch selbst gewaschen werden. Um ein Verfilzen zu vermeiden sollte man generell lauwarmes (nicht zu heißes) Wasser verwenden sowie ein spezielles Perückenshampoo.

Waschanleitung:
  1. Vor dem Waschen sollten alle Haarknoten oder Haargel- und Haarsprayreste aus der Perücken gebürstet werden. Bitte verwenden Sie hiefür nur spezielle Bürsten.
  2. Die Perücke sollte dann vorsichtig durch lauwarmes und mit einem Spezial-Shampoo vermischtes Wasser gezogen werden. Hier ist es wichtig, dass die Perücke nicht durch starkes wringen oder reiben beschädigt wird.
  3. Nach dem Waschen sollte die Perücke in klarem Wasser ausgespült werden, bis alle Shampooreste beseitigt sind.
  4. Anschließend sollte die Perücke aus dem Wasser genommen und mit einem Handtuch leicht abgetupft werden.
  5. Die Perücke sollte an der Luft getrocknet werden ggf. auf einem Perückenkopf oder Perückenständer wenn dieser vorhanden ist. Keinenfalls sollte ein Fön oder sonstige Trocknungsgeräte verwendet werden.

Buchempfehlungen / Literaturempfehlungen

Bildnachweis/Lizenz: © Sergey Goruppa/Shutterstock

1 Gedanke zu „Perücken“

  1. Sehr informativ. Ich leide nun seit einigen Jahren an Haarausfall und hatte schon diverse Medikamente durchprobiert. Nichts hat bisher geholfen. Manche sagen es liegt am Stress, aber Ärzte haben mir versichert, dass es nicht hauptsächlich am Stress liegt. Bei mir zumindest. Ich würde jetzt gerne zur Perücke greifen und irgendwann in Zukunft mich einer Haareinpflanzung unterziehen.

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