Das Kopfhaar stellt in vielen Kulturen ein Zeichen für Energie und Gesundheit dar. Auch in der Tierwelt gilt ein prächtiges Fell für Gesundheit und eine gute Fortpflanzungsfähigkeit. Wird dieser Hintergrund berücksichtigt, ist es nicht verwunderlich, dass gerade der Haarpflege ein besonderes Maß an Beachtung geschenkt wird. Dabei ist nicht nur die Industrie in der Herstellung besonderer Pflegeprodukte gefragt. Auch auf natürlicher Basis existieren zahlreiche Mittel, die der Haargesundheit dienen.

Lange Haare richtig pflegen

Nur wenige Menschen sind von Natur aus mit dickem, fülligem Kopfhaar gesegnet. Noch weniger Menschen müssen nur wenig Zeit für die tägliche Haarpflege aufbringen. Unabhängig jedoch, ob das Haupthaar als pflegeintensiv oder pflegeleicht empfunden wird, gelten einige Merksätze. Gerade langes Haar sollte nach dem Waschen mit den Fingern entwirrt werden. Sind die größten Verknotungen erst einmal entfernt, wird das Haar, an den Spitzen beginnend, vorsichtig mit einer weichen Bürste gekämmt. Die Bürste sollte breite Borsten haben, die an der Spitze abgerundet sind. So lassen sich Verletzungen der Kopfhaut – und damit der Haarwurzel – vermeiden. Nachts ist es ratsam, das Haar zu Zöpfen zu flechten. Dies beugt starken Verknotungen vor und schützt das Haar vor dem Umbiegen in der Nacht.

Bei kurzen Haaren ist weniger Vorsicht geboten. Dennoch gilt, dass gerade nach dem Waschen ein vorsichtiges Trocknen angebracht ist. Das vielfach angewandte Abrubbeln mit einem Handtuch schädigt die Haarstruktur. Jedes Haar wird von außen von einer schuppigen Schicht umgeben. Wird das Haar unvorsichtig gerubbelt, löst sich diese Schicht teilweise ab, was in glanzlosen und spröden Haaren endet. Besser ist es, wenn nach dem Waschen ein Handtuch um den Kopf geschlungen wird und die Haarspitzen zuvor vorsichtig ausgedrückt werden. Auch das tägliche Waschen ist nicht unbedingt von Vorteil. Wer nicht unter schnell fettendem Haupthaar leidet, kann das Waschen ruhig zwei oder drei Tage hinauszögern. Studien und Versuche haben ergeben, dass häufiges Haare waschen zu stärkerem Nachfetten führt. Wird beispielsweise während eines Urlaubs auf das tägliche Waschen verzichtet, fettet das Haupthaar wesentlich langsamer nach.

Vorsicht bei der Wahl des Shampoos

Auch die Wahl des richtigen Shampoos ist maßgeblich für eine gesunde Haarstruktur. Sicherlich bietet der Markt für jeden Haartyp ein geeignetes Produkt.

Viele Haarshampoos beinhalten jedoch Silikone, die das Haar zwar schützen, doch gleichzeitig beschweren. Daher ist zu empfehlen, wöchentlich zweimal zu einem Reinigungsshampoo zu greifen. Der Begriff Reinigungsshampoo mag sich zwar seltsam anhören, doch beinhaltet diese Haarwäsche keine Zusatzstoffe, sodass Rückstände von Stylingprodukten, Silikonen und Kuren restlos herausgewaschen werden. Hilfreich sind hingegen Spülungen und Haarkuren. Haarkuren sollten bei langen Haaren wöchentlich, bei kurzen Haaren mindestens zweimal im Monat angewandt werden. Wer den heilenden Effekt noch verstärken möchte, kann die Haarkur auf das feuchte Haar auftragen und, von einem Handtuch bedeckt, für eine halbe Stunde einwirken lassen. Das Haar nimmt nur die Bestandteile der Haarkur auf, die es benötigt. Nach dem Einwirken sollten die Haare normal gewaschen werden. Der Effekt wird bereits beim Durchkämmen spürbar: Das Haar lässt sich leicht entwirren und fühlt sich kraftvoll und glatt an.

Haarspülungen sind auf dem Markt ebenfalls in vielfältiger Ausführung vertreten. Wer eine Glanzspülung selbst herstellen möchte, kann grünen Tee zusammen mit Kamillenblüten aufgießen und ziehen lassen. Der abgekühlte Sud wird nach der Haarwäsche auf das Haar aufgebracht. Auch Mineralwasser dient dem Haarglanz. Sinnvoll sind ebenfalls sogenannte Sprühkuren. Diese werden in das feuchte Haar gesprüht und einmassiert. Diese Form von Pflegeprodukten verbleiben im Haar, ohne es zu beschweren.

Aus Großmutters Nähkästchen

Gerade die häufig als großmütterlich bezeichneten Lösungen dienen einer gesunden Haarpracht. Wer gepflegte Haare wünscht, braucht meist keine kostenintensiven Produkte zu nutzen. Eigelb, welches in das feuchte Haar einmassiert und nach einer kurzen Einwirkzeit ausgewaschen wird, lässt jede Haarstruktur glänzen. Wer vor dem Waschen ein wenig Olivenöl in die Haare einbringt, beugt sprödem und trockenem Haar vor. Auch gegen Schuppen hilft ein natürliches Mittel. Hier kann einfacher Brennnesseltee Linderung verschaffen.

Allerdings spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle in der Haarpflege. Wer sich ausgewogen ernährt und ein gemischtes Programm aus Gemüse und Obst, Fleisch und Gemüse sowie Milchprodukten beherzigt, versorgt die Haarwurzel von innen mit den notwendigen Nährstoffen.

Bildnachweis/Lizenz: © Mr.Cheangchai Noojuntuk/Shutterstock

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