Bockshornklee gegen Haarausfall

Letzte Aktualisierung am 9.08.2018 um 08:36 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bockshorntee gegen Haarausfall

Die zu den Hülsenfrüchten zählende Pflanze Bockshornklee kann auf eine lange Geschichte als Heilpflanze zurückblicken. Die Pflanze selbst ist eher unscheinbar, obwohl die einzelnen Pflanzen durchaus eine Höhe von 80 Zentimetern erreichen können. Die Blüten der Pflanze ähneln in ihrem Aussehen der typischen Kleeblüte. Der Name Bockshornklee stammt von der entfernten Ähnlichkeit zu den Hörnern eines Ziegenbockes ab. Im Griechischen wird Bocksborn als Atepitheton foeum-graecum bezeichnet, was in der Übersetzung griechisches Heu bedeutet. Bockshornklee kommt vor allem im südlichen Europa, China, Australien und im Nahen Osten vor. Neben dem natürlichen Vorkommen gibt es zahlreiche Anbaugebiete, die unter anderem in Frankreich und in Süddeutschland liegen.

Geschichtliche Nutzung als Heilpflanze

Überlieferungen zufolge wurde Bockshornklee bereits während der Eisenzeit als Heilmittel eingesetzt. Auch im alten Ägypten galten die Samen der Pflanze als wichtiges Heilkraut. Gerade in der Geburtshilfe kam das Kraut zum Einsatz. In Indien wurde ein Nutzen bei der Bekämpfung der Pocken erkannt. Doch auch im europäischen Raum wird dem Bockshornklee eine heilsame Wirkung zugeschrieben. So riet schon Hildegard von Bingen dazu, Hautkrankheiten mithilfe von Umschlägen, die in gekochten Bockshornkleesamen getränkt wurden, zu behandeln. Als Mittel zur Bekämpfung des Haarausfalls ist die erste Überlieferung dem Propheten Mohammad zuzuschreiben. Gerade unter den Muslimen ist die Wirkung des Bockshornklees bekannt und wird häufig genutzt, um dem Haarausfall vorzubeugen oder ihn zu mindern.

Anwendungsmöglichkeiten von Bockshornklee

Bockshornklee kann auf unterschiedliche Weise genutzt werden. Die häufigste Anwendung erfolgt durch die Einnahme des Suds, der beim Aufkochen der Samen entsteht. Doch auch die Samen selbst lassen sich in Umschlägen verwenden. Hierzu werden die Samen aufgekocht, der Sud als Tee verwendet und die Samen selbst in Umschlägen auf erkrankte Hautstellen aufgelegt. In der Kräuterkunde werden dem Bockshornklee folgende Wirkungen zugeschrieben:

  • Appetitanregend
  • schleimlösend
  • entzündungshemmend

Er wird angewendet bei folgenden Beschwerden:

  • Halsschmerzen
  • Bronchitis
  • Husten
  • Schwäche
  • Untergewicht
  • Furunkel
  • Abszesse
  • Offene Beine
  • Hautkrankheiten
  • Haarausfall

Bockshornklee als Hilfsmittel gegen Haarausfall

Die Wirkung als Mittel gegen Haarausfall wurde eher zufällig entdeckt. Da der Bockshornkleetee gerne als unterstützendes Mittel zur Behandlung einer Bronchitis oder eines Bronchialinfektes verwendet wird, konnte als Nebenwirkung ein vermehrtes Haarwachstum festgestellt werden. Ende des letzten Jahrtausends berichtete ein Geschäftsmann, dass er über Jahre Bockhornkleetee trank, um seine Bronchitisbeschwerden zu mindern. Die Bronchitis nahm im Verlauf der Einnahme ab und als Nebenwirkung bemerkte der Erkrankte, dass sich seine Glatze zurückgebildet hatte.

Bockshornkleesamen gilt nach neuen Studien als ein Wundermittel, welches durchaus bei Haarausfall wirkt. Die Samen sind reich an Aminosäuren, Flavonioden, Eisen, Vitaminen und Trogonellin. Die positive Wirkung kann beispielsweise bei kreisrundem Haarausfall und hormonbedingtem Haarausfall festgestellt werden.

Die Wirkung von Bockshornklee bei Haarausfall wird auch in diesem Buch beschrieben:

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Auf Bockshornklee basierende Mittel

Mittlerweile sind zahlreiche pflanzliche Mittel auf dem Markt, die Bockshornklee als Wirkstoff enthalten. Gerade die Forschungen des Haarexperten Friedrich Meindoks haben ergeben, dass eine über mehrere Monate andauernde Einnahme von Bockshornklee den Haarausfall dauerhaft mindern oder gar stoppen kann. Auch das dermatologische Institut in Münster konnte durch mehrere Studien feststellen, dass sich die Einnahme von Bockshornklee positiv auf den Haarausfall auswirkt.

Bockshornklee gegen Haarausfall ist in unterschiedlichen Variationen erhältlich. Zum einen kann der Samen erworben werden. Der Samen wird zur Einnahme aufgekocht und der Sud als Tee getrunken. Um gerötete oder gereizte Hautstellen zu behandeln, wird der aufgekochte Samen direkt auf die Haut aufgebracht und für einige Zeit auf den Stellen belassen. Diese Prozedur beugt Schuppen vor und wirkt sich beruhigend auf die Haarwurzel aus. Auch Toniken werden aus Bockshornklee hergestellt.

Wie bei vielen Mitteln gegen Haarausfall kann die Wirkung nicht garantiert werden. Sicher ist jedoch, dass eine dauerhafte Einnahme der aus dem Kraut hergestellten Kapseln oder des Tees keinerlei Schäden verursacht. Zu Beginn der Einnahme können jedoch Verdauungsstörungen auftreten.

Bildnachweis/Lizenz: © Ortodox/Shutterstock

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