Haarausfall durch das Absetzen der Anti-Baby-Pille

Letzte Aktualisierung am 18.12.2018 um 11:37 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Frauen sehen sich mit vielen Formen des Haarausfalls konfrontiert. Grund ist nur selten eine ernsthafte Erkrankung. Meist tritt verstärkter Haarausfall durch hormonelle Schwankungen auf. Die Anti-Baby-Pille birgt einen verstärkten Haarverlust als Nebenwirkung. Interessant ist, dass der Haarverlust erst nach dem Absetzen der Pille auftritt. Sie fragen sich wieso?

Plötzliche Abnahme der Östrogenzufuhr

Gerade für Frauen ist es ärgerlich, wenn die natürliche Haarpracht nachlässt. Besonders tragisch ist dies, wenn sich Haarausfall zu Beginn der Familienplanung einstellt. Dies kommt jedoch häufiger vor, als viele Frauen denken. Die meisten Frauen greifen zur Empfängnisverhütung direkt in den Hormonhaushalt des Körpers ein. Spätestens im jungen Erwachsenenalter lassen sich Frauen die Pille verschreiben, um sich vor ungewünschten Schwangerschaften zu schützen. Die Pille imitiert vereinfacht gesagt eine Schwangerschaft. Dies geschieht, indem dem Körper durch die tägliche Einnahme der Pille eine bestimmte Hormonmenge zugeführt wird. Diese Hormone lassen den Östrogenspiegel ähnlich wie in einer tatsächlichen Schwangerschaft ansteigen. Wird nun die Pille abgesetzt, um dem tatsächlichen Kinderwunsch nachzukommen, bleiben die Hormone mit einem Mal aus. In der Folge sinkt der Östrogenspiegel drastisch ab, wodurch sich zahlreiche Nebenwirkungen ergeben können. Ein vermehrter, mitunter auch starker, Haarverlust beschreibt eine der Nebenwirkungen.

Hormonelle Schwankungen sind häufig zu beobachten

Hormonelle Schwankungen führen übrigens auch während anderer Zeiten bei der Frau zu vermehrtem Haarverlust. Die Wechseljahre belasten den Hormonhaushalt genauso, wie die Geburt eines Kindes und der Beginn einer Schwangerschaft. Selbst kurz vor oder während der Periode bemerken viele Frauen, dass ihnen vermehrt Haare ausgehen. Wenn das Problem besonders nachhaltig ist und der Haarverlust zu einer drastischen Verdünnung des Kopfhaares führt, sollte ein Arzt konsultiert werden. Je nach Ausprägung der Hormonstörung helfen Medikamente, die Nebenwirkung zu vermindern. Denn der Haarausfall ist meist nur eine Begleiterscheinung, die zusätzlich zu anderen Nebenwirkungen nach dem Absetzen der Pille oder dem Ende einer Schwangerschaft auftritt. Bestimmte Hormonpräparate stehen auch dem Kinderwunsch nicht entgegen, sodass der eigentliche Grund des Absetzens der Pille weiter verfolgt werden kann.

Geduld ist gefragt

Nur zu wissen, wodurch der vermehrte Haarausfall hervorgerufen wird, hilft betroffenen Frauen nicht weiter. Auch wenn das Bewusstsein, in guter Gesellschaft zu sein, einen Teil der Sorgen mindert. Was können Frauen nun unternehmen, um den Haarausfall nach dem Absetzen der Pille zu mindern? Die erste Antwort ist einfach, doch für Betroffene gleichzeitig eine Qual. Das Wichtigste ist, sich in Geduld zu üben. Der Hormonspiegel des weiblichen Körpers reagiert innerhalb weniger Monate auf die verminderte Östrogenzufuhr und regelt den Haushalt neu. Ist dies vollbracht, endet auch der Haarausfall. Bis dahin können Frauen das Haarwachstum und die Haargesundheit nachhaltig unterstützen.

Wirkungsvoll die Haargesundheit unterstützen

Gerade das Vitamin B hilft, den Haarausfall zu vermindern und stärkt das Haar zunehmend. Auch Kupfer und Zink wirken sich hilfreich auf die Haargesundheit aus. Um das Haar nicht übermäßig zu strapazieren, sollten Frauen nach dem Absetzen der Pille vorerst auf Haarfärbungen und Dauerwellen verzichten. Wer seinem Körper die benötigte Zeit zur Umstellung gewährt und diesen durch gesunde Ernährung unterstützt, wird nach wenigen Wochen feststellen, dass sich der Haarverlust auf ein normales Maß vermindert hat.

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